Auf
dem Hauptplatz der Stadt befindet sich der, Sankt
Michele Arcangelo gewidmeter, Dom mit einer davorliegender
Treppe., erbaut von Domenico Rossi
(1707- 1725). Der unvollendete
Glockenturm wurde im Jahre 1531 nach einem Entwurf
von Giovanni da Udine begonnen.
Das Innere des Doms besteht aus drei Kirchenschiffen
mit zwei Kuppeln: Gleich am Anfang des Kirchenschiffes
liegt links die Taufkapelle aus dem 16. Jahrhundert;
beim ersten Altar die Trinità,
Nachbildung von Domenico Fabris nach dem Original
aus Pordenone.
Rechts vom Dom aus, liegt das antike Rathaus
mit einem niedrigen Bogengang und einem dreibogigen
Fenster zum Stadtplatz zu, in dem sich das Stadtarchiv
mit Dokumenten aus dem 12. Jahrhundert und die
bekannte Stadtbibliothek Guarneriana
befinden. Der Bau dieses Palastes geht bis auf
1415 zurück, nachdem er
im 16. und 18. Jahrhundert, nach einigen Bauveränderungen,
Sitz der Bibliothek wurde. Im Inneren ist besonders
bemerkenswert der "Fontaniniana" Saal
mit seinen Holzbücherregalen von 1742.
Rechts vom Dom aus, in Via Roma, dem Glockenturm
gegenüber, steht ein Gebäude mit Gewölbegang
aus dem 14.Jahrhundert, das auf der einen Seite
auf Via Cavour schaut. Diese Straße führt
zur Gotikkirche Madonna della Fratta,
1350 erbaut und 1469
mit einer Steinfassade vollendet, wie eine Inschrift
auf der linken Seite der Portalspitze beweist,
und in deren Lünette mit Spitzbogen eine
Madonna auf einem Thron mit Kind und Engel steht.
An beiden Seiten des Portals sieht man zwei hohe
einbogige Fenster und im Dachgiebel ein zweibogiges
Glockenfenster.
Das Schloß und die
Herrenhäuser.
Entlang der Via San Sebastiano stößt
man auf den Palast Masetti-De Concina.
Geht man nun diese Richtung weiter hinauf, erreicht
man das Vorgelände des Schlosses, von dem
nur noch ein Turm und die Reste der Erdwalle zu
sehen sind; dieses Gelände ist zu einem Park
angelegt worden, von dem man einen wunderbaren
und weiten Ausblick auf den Moränenkessel
mit seinen Schlössern, der friulanischen
Ebene und den julianischen Alpen geniesen kann.
Links, am Ende eines Treppenaufganges befindet
sich die Kirche von San Daniele,
die aus Teilen verschiedener Epochen besteht,
mit einem ehemaligen Schloßturm als Glockenturm;
das Hauptportal ist barock (1750), während
das Portal an der linken Seite, ein Werk von Carlo
Da Carona, aus dem Dom stammt und hierhin
im 18. Jahrhundert versetzt worden war. Von diesem
Künstler stammt auch das Alatrbild des linken
Kirchenschiffes (1510) mit der Madonna im Thron
mit Kind und die Heiligen Sebastiano und Rocco
und in der Lünette die Pietà. Außerhalb
der Apsis befindet sich ein unbearbeitetes Basrelief
"Adorazione dei Magi" aus dem 12. Jahrhundert.

Die Bibliothek "Guarneriana.
Aufgrund einer Spende seitens des Humanisten
Guarniero di Artegna (gest. 1466) enstand
diese Bibliothek, deren Aktivitäten, das
Sammeln und Abschreiben altertümlicher Werke,
so gut in das so eifrige Kulturgeschehen des 15.Jahrhundert
in San Daniele passt. Diese Sammlung wurde darauf
mit der Sammlung aus dem 7.Jahrhundert des Erzbischofs
Giusto Fontanini bereichert und ist heute mit
einer Anzahl von Wiegedrucken und Schriftstücken
mit Buchmalerei versehen, darunter einige sehr
wertvolle Werke, wie z.B. die Bibbia Bizantina
vom Ende des 12.Jh.; eine Divina Comedia
mit der Inferno und den ersten drei Liedern aus
dem Purgartorio mit einem lateinischen Kommentar
von Graziano Bambaglioli; dieTrionfi
aus dem 16.Jh von Terarca (mit Buchmalerei); ein
Missale Romanum aus dem 15.Jh.