Die
erste schriftliche Eintragung über die Kirche
Sant'Antonio Abate ( oder Pilgerkirche)
geht in das Jahr 1308 zurück,
in dem sie geweiht wurde.
Das Erdbeben 1348 hatte die
Kirche reichlich beschädigt, weswegen sie
dann restruktueirt und durch einen Chor und einer
Sakrestei erweiter wurde. Nach diesen, 1441, beendeten
Bauveränderungen, folgte die aus Gestein
aus Istrien erbaute Kirchenfront (1470), der venezianischen
Spätgothik nachgeahmt, mit einem Portal,
daß mit Spitzbogen, einer durchlöcherten
Rosette und mit Mosaikfenstern, die ersten ihrer
Art in Friuli, versehenen war.
Im prächtigen und harmonischen Innenraum,
demnach diese Kirche auch "Kleines Münster"
genannt wurde, kann man die schönste Sammlung
von Rennaisancefresken in Friuli, Werke des Martino
da Udine, genannt "Pellegrino da
San Daniele (1467-1547), bewundern. Der Maler
arbeitete daran in verschiedenen Zeiträumen,
von 1497 bis 1522. Man kann darin seine verschiedenen
Entwicklungsphasen entdecken: von seinen "tolmezzinischen"
Frühwerken bis hin zu seinen Spätwerken
aus Venedig, Ferrara und Umbrien.
Zu
dem Zeitraum 1497-98 kann man
den Christus, die Evangelisten und die Propheten
an der Decke zählen, sowie die Figuren am
Chorfenster, wo auch die Inschrift des Künstlers
zu lesen ist.
Zu den Jahren 1513-1520 gehören
dagegen die Kreuzigung und der gesamte Chorbogen
mit den vorgetäuschten Säulen, den dazugehörigen
Statuen und die Mariä Verkündigung.
Auf die Jahre 1520-1522 gehen
die Malereien im Chor zurück: die Fußwaschung,
den Untergang in die Vorhölle, Szenen aus
dem Alten Testament und Ausschnitte aus dem Leben
Christi.( am Sockel). Diesen Jahren gehören
auch die vorgetäuschten Seitenaltare und
die Predigt von S.Antonio (an der Seite links)
im Kirchenschiff an. Zu den Anfangsjahren des
15. Jahrhunderts zählen dagegen die Weihnachtsszenen,
die Anbetung der Heiligen drei Könige und
die Flucht nach Ägypten. Die zeitgenössische
Abbildung Christus unter den Tempelgelehrten wurde
entfernt und im Museum untergebracht.