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Die Ursprünge von San Daniele
del Friuli sind weitläufig unbekannt, wie auch
die Ereignisse des Schlosses während des Hochmittelalters,
das seit dem 11. Jh.erwähnt wird. Jüngste
archäologische Ausgrabungen können die
Anwesendheit von Menschen mindestens seit 800 v.
Chr belegen. Die Stadt war ein öffentlicher
Handelsmarkt (1139), der wichtigste in Friuli nach
Aquilea und Cividale, die freie Comune hatte Stimmrecht
in dem damaligen Provinzparlament von Friuli.
San Daniele
wurde zur selben Zeit von Rizzardo da Camino (1309)
im Verbündnis mit dem Grafen von Gorizia besetzt,
darauffolgend von dem letzteren (1349) wiederbesetzt.
Sie wurde daraufhin von Udine zurückerobert
(1350), aber von den Herzögen von Österreich
(Albert II, 1350 und Rudolf, 1361) abgenommen. 1385
widersetzte sie sich der venezianischen Lega, aber
sie hatte sich mit Udine verbunden trotz des Widerstandes
des Patriarchen. Zum Schutz des "Vaterlandes"
nimmt sie an dem großen Verbündnis von
1401 teil; 1410 verweigert sie, sich dem ungarischen
Heer des Grafen Ortenburg zu untergeben. Im Jahre
1420 wechselt sie unter venezianischer Herrschaft
über, um danach in eine Feudalherrschaft zusammen
mit Aquilea und San Vito überzugehen.. Daraus
ergab sich eine gewisse Autonomie und Wohlstand
in diesem Gebiet, das sich schon immer für
seine kulturelle Tätigkeit und seiner vortefflicher
Umgebung ausgezeichnet hatte.
Die Stadt
gab dem Maler Pellegrino da San Daniele (1467-1547)seinen
Namen, der in Wirklichkeit Martino da Udine hieß.
Hier kam auch der Historiker Giusto Fontanini (1666-1863)
zur Welt. San Daniele hat aktiv an den Geschehnissen
des Risorgimento teilgenommen.1866 schließt
sie sich an das Reich von Italien an.
Die Juden und San Daniele:
Schon seit dem Frühen Mittelalter gibt es in
ganz Italien Spuren von kleinen jüdischen Gemeinden,
besonders innerhalb der wichtigsten Handelzentren.
Seither wuchs auch in San Daniele, drittwichtigster
Handelsmarkt nach Aquilea und Cividale, bis zum
dem Krieg 1914/15, einer reiche jüdische Gemeinde
heran, daß dem Städtchen etwas großstädtisches
verlieh.
Tatsächliche Spuren von v.
Christus gibt es von ihnen in Aquilea, während
sie in Cividale seit 1200 auffindbar sind. Die erste
ansässige jüdische Ansiedlung in San Daniele
findet man 1548. Es ist genau das Jahr, in dem Simone,
der Jude, ein Bank zum Geldverleih in der Stadt
eröffnete.Andere Famielien schließten
sich der Familie von Simone an und bildeten somit
den ersten Grundkern dieser Gemeinde.
In diesem besonderen Moment der
Wirtschaftskrise in ganz Friuli, wurden Darlehnen
lebenswichtig für alle sozialen Schichten.
In diesem Städtchen auf der Anhöhe lebten
die Juden in keinem eigentlichen Ghetto, sondern
in den Gassen bei dem Schloß. Porta Gemona
(Via Mazzini) und die Fratta. Eine Stadtanordnung
des 31. Oktober 1722 verbietete den Juden von San
Daniele das Stadtgebiet ohne eine schriftliche Erlaubnis
zu verlassen, aber die Ausnahme war die Regel.
Der Laterankonzil (1174) hatte die
Juden dazu veranlaßt, sich ausschließlich
mit demGeldverleih mit Zinssatz zu beschäftigen,
da er sie so aber von der Landwirtschaft ausgeschlossen
hatte (sie durften keinen Grund besitzen) und ihre
Möglichkeiten auf einen Unterhalt vollends
auf den Handel und Handwerk begrenzt hatte. Aber
trotzdem wurden einige typisch jüdische Berufsgattungen
und Fähigkeiten von den Christen sehr geschätzt,
wie z.B. der Aztberuf. Am Anfang des 17. Jh. erlebte
San Daniele eine Blütezeit: 1714 wurde der
Monte di Pietà erbaut und es wurde den Juden
der Geldverleih auf Pfand untersagt.Daher verlagerte
sich ihr Arbeitseifer in anderen Bereichen, wie
z.B. in die Goldschmiedekunst und der Seidenweberei,
und ihnen zu einem derartigen Reichtum verhalf,
daß sie sogar Einfluß auf die Politik
der Stadt hatten.
Die Spätgotik in San
Daniele
Architektur
Die Kirchen S.Antonio Abate, S.Maria della Fratta,
S.Andrea und S.Luca kann man als spätgotisch
bezeichnen oder besser zurückzuführen
auf ein Architekturstil der zweiten Hälfte
der 40er Jahre, in denen Elemente der Gotik und
Rennaissance anwesend waren und die auch "
Niedere gotische Architekrtur in Friuli" genannt
wurde.
In Friuli allgemein wurden die gotischen
Elemente (ovale Bögen und Fenster) in einfache
schon existierend Strukturen ( rechteckigeAltarnischen
mit glockenförmiger Fassade) miteingearbeitet
ohne ihnen jedoch den aufsteigenden Schwung der
europäischen Gotik zu verleihen.
Diese Einfachheit kann man damit begründen,
daß die Franziskanerorden, Anhänger der
von Francesco von Assisi vorgelebteb Armut, einen
enormen Einfluß ausübten.
Diese Kostruktionsart kamen von Emilia und Veneto.
Skulptur
Die Skulpturen, die die Fassaden von S.Antonio und
S.Maria schmücken, sind in keinem bestimmten
Kunststil einordbar, da man gotische Elemente ,
die zu der Grundausbildung der Künstler gehörten,
wie auch solche der Rennaisance entdecken kann.
In den Bildhauer beider Kirchen kann man venezianische
und venetische Erfahrungen im kulturellen Bereich
entdecken, wie auch in ihren anderen Werken. Bemerkenswert
ist der Einfluß der lombardischen Meister,
die ab dem 8.Jh. in Friuli immigriert sind, dadurch
das die Bildhauerei in Stein dem Holz vorgezogen
wird. Mit Sicherheit kann man bestätigen, daß
der Autor von "Madonna in trono" in S.
Maria della Fratta Lombarde war, wie auch der Steinmetz
von S.Antonio stilistisch auf die Lombardei zurückgreift.
Die Rennaisance in San Daniele
Malerei
In Friuli tragen einige Künstler zur Rennaisance
des 16. Jh. bei, die keiner eigentlichen Schule
angehören, die jedoch das Kunstgut der Malerei
aus der Lagune, Ferrara und Padua aufleben lassen.
Darunter auch Pellegrino da S.Daniele,
zitiert von Vassari in "Vite": Seine Werke
( "Madonna in trono con santi", gemalt
1495 für die Pieve di S.Pietro von Osoppo und
"Madonna col bambino tra Giuseppe e S.Elisabetta",
realisiert für die Madonna delle Grazie von
Gemona) zeichnen den Anfang eines langen Entwicklungsweges,
der diesenn Maler in Cividale, Udine und Aquileia
arbeiten ließ. Deutlich erkennbar sind die
Ursprünge aus der Lombardei insbesonderen in
seinen ersten Arbeiten, die dann, in den späteren
Kunstwerken, durch den Einfluß aus Ferrara
ersetzt wurde, wo er einenen längeren Aufenthalt
auf dem Hof der Estensi verbrachte. Seiner Vielseitigkeit
wegen wird er zwischen dem 15. und 16. Jh. eingeordnet,
aber doch noch stark im 15. Jh. verankert, Giorgione
und Raffaello sehr nahe, indem er Motive des Manierismus
vorausnimmt.
Unter anderem ist auch Giovanni Antonio da Sacchis,
genannt il Pordenone, zu erwähnen, einer der
wichtigsten hiesigen Persönlichkeiten des 16.Jh
und einer der berühmtesten Rennaisancemaler
in Mittelnorditalien. Von ihm ist "Trinità",
gemalt 1534 für den gleichnamigen Altar des
Domes von S.Daniele, welche Elemente aus dem Barock
aufweist.
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